Die letzten Tage in Deutschland und die Sache mit dem Übergepäck

Nachdem meine ganze Familie und so gut wie alle Freunde immer aufgeregter worden, da meine Abreise quasi vor der Tür stand, ging ich mein Leben tiefenentspannt an. Sich darüber Gedanken zu machen was ich mitnehmen werde, stand bei mir so gar nicht auf der ToDo Liste und sobald ich gefragt wurde, ob ich schon gepackt habe gab es bei mir nur die Antwort: „Nee kein Stress, hat doch noch Zeit“.

Stattdessen bin ich noch arbeiten gegangen (irgendwo muss das Geld ja herkommen was ich hier ausgeben werde :D), hab mich mit Freunden getroffen, nochmal bei meinen Großeltern zum Essen eingeladen (PS: Oma ich werde dein Essen vermissen!) und bei meiner Freundin ein paar Gastgeschenke zu Weihnachten genäht. Gegen Ende der Woche bin ich dann mal in den DM gegangen und habe noch ein paar Sachen gekauft und habe mir somit auch mal Gedanken gemacht was ich mitnehmen könnte, denn meine Reisevorbereitung sah bisher nur so aus, dass ich mir alle Orte aufgeschrieben, die ich im nächsten Jahr bereisen möchte :D.

Nachdem dann erste Kleidungsstücke so langsam auf mein Sofa gefunden hatten, ging es Sonntag entspannt weiter, immer nach dem Motto nur kein Stress. Das Sofa füllte sich dann nach und nach voll mit Klamotten, Gastgeschenken und Drogerieartikeln und nachdem mein Dad in regelmäßigen Abständen in mein Zimmer kam mit den Worten „Das wird niemals passen!“, haben wir endlich mal angefangen zu packen.Nachdem so gut wie alles einiger maßen verstaut war kam der wohl schlimmste Moment, das Wiegen meines Koffers und Backpacks. Kurz darauf hatte ich einen kleinen Nervenzusammenbruch, da die Waage 32kg anzeigte und mir bewusst wurde, da waren zwei Kilo zu viel drin. Da mein halber Koffer jedoch aus Gastgeschenken bestand war da auch nicht wirklich viel auszupacken. Mein Übergepäck bereite mir somit eine sehr schlaflose Nacht.

Am nächsten Tag in Frankfurt angekommen gingen wir erstmal zum Flughafen, da mein Übergepäck mir so auf den Magen schlug. Der nette Mann am Schalter meinte dann einfach zu mir ich solle doch Sachen aus meinem Koffer in die Jackentaschen tun – hatte ich natürlich schon gemacht oder einfach mein Handgepäck etwas voller machen, wird doch eh nicht gewogen meinte er. Das Problem hierbei war nur wieder das mein Handgepäck schon zehn statt sieben Kilo hatte und aus allen Nähten platzte. Auch meine letzte Nacht in Deutschland schlief ich, dem Übergepäck geschuldet, sehr unruhig.

Am Dienstag früh ging es samt meiner gesamten Sachen zum Flughafen. Und hier stand die nächste Herausforderung. Der nette Mann am Schalter war nun eine Frau, und die fand mein Übergepäck erst gar nicht lustig. 10 Minuten bequatschte ich die Dame am Schalter bis sie mich mit 33kg aufgegebenen Gepäck sowie 10kg Handgepäcksrucksack durchgewinkt hat.   Wohl mehr aus Verzweiflung endlich vor mir Ruhe zu haben. Mir viel ein Stein vom Herzen und mein Dad hat 180 Euro gespart!

Mittlerweile waren nun auch alle anderen Mädchen eingecheckt und wir machten uns auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Jetzt wurde es ernst! – Abschied nehmen von Familie und Freunden. Nach kleinen und großen Tränen und einem letzten Lachen machten wir uns auf den Weg. Es war kein Abschied für uns, es war der Beginn in unser neues Abenteuer  ganz nach dem Motto von Andre Gide „Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren….“

Bis Bald

Eure Lizzie

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