22h Flug und die ersten Tage in Sydney

„Wie lange fliegst du eigentlich nach Australien?“ Dies war eine der meist gefragten Fragen rund um das Thema meines Flug. Meine Antwort: „22 Stunden – mit Zwischenstop“. Meistens blickte ich dann in versteinerte Gesichter und alle Leute und fragten sich, wie ich mir das nur antun kann und ob ich nicht vollkommen verrückt und aufgeregt sei. Dies war ich mal wieder gar nicht. Man muss dazu sagen, dass es nicht mein erster Langstrecken Flug war. Aber glaubt mir, die Zeit geht schneller herum als gedacht.

Nachdem dann alle Mädchen sich nach der Sicherheitskontrolle im Transit Bereich und am Gate wieder gefunden hatten und ich mir noch einen Apfel kaufte, um auch genug Vitamine für die kommenden Flüge in mir zu haben, begaben wir uns dann in den Flieger nach Doha – unserem Zwischenziel. Dort stellten wir mit großer Verwunderung fest, dass dieser einfach komplett leer war und quasi jeder mehrere Plätze für sich alleine hatte. Schonmal ein guter Start wenn ihr mich fragt.

Das Bordprogramm kannte ich schon vor dem Start in und auswendig, hinzu kam Hunger und die liebe Merle neben mir, die mich immer verrückter machte mit ihrem „… nun sehen wir Deutschland erst in 9 Monaten wieder…“. Mit diesem „Reiseprogramm“ begab sich unser Flugzeug nun auf die Startbahn. Ich hatte mir glücklicher Weise schon im voraus einen Fensterplatz reserviert, denn es gibt einfach nichts besseres als bei Start und Landung aus dem Fenster zu schauen. Die ersten 6 Stunden Flug bis Doha verliefen problemlos. Ich habe 4 Folgen „Modern Family“ geschaut und mit meinem Gelächter quasi das gesamte Flugzeug auf trab gehalten, gegessen, gequatscht und geschlafen. Nach der Landung in Doha und einem halbstündigen Marsch über den Flughafen stellten wir fest ,dass wir noch 5 Minuten hatten bis auch schon wieder das Boarding los ging. Zeit zum Füße vertreten blieb da nicht wirklich. Unsere Hoffnung, dass möglicherweise auch der Flieger nach Sydney leer sein wird ging in Erfüllung. Und so stand einem ruhigen Schlaf über 3 Plätze auch nichts mehr im Weg (im Nachhinein betrachtet war dies nicht die beste Idee, denn so war ich bei unserer Ankunft in Sydney hell wach und komplett ausgeschlafen :D).

Putzmunter also kamen wir nach 22 Stunden Reise am 28.11.2018 abends endlich in Down Under an. Ebenfalls vollzählig kam auch unser gesamtes Gepäck an, was ja nicht immer so ist. Sicherheitskontrolle sowie Passkontrolle verliefen ohne Probleme. Obwohl, es gab keine Stempel in den Reisepass und nachdem ich jedem der Mädels dies ungefähr dreimal erzählt hatte, wie frustriert ich darüber war, machten wir uns auf den Weg zum Shuttle, der uns in unser Hostel brachte. Dort angekommen, stellten wir mit großer Verwunderung fest, dass wir nicht zusammen im Zimmer sind, sondern in allen Etagen quer verstreut. Die zweite Überraschung, als ein anderes Mädchen der Gruppe und ich nun endlich unser Zimmer erreicht hatten stellten wir weiterhin fest, wir waren nicht die einzigen Bewohner des Zimmers. Kurze Zeit später kam ein netter Junge mit den Worten „Oh shit“ in unser Zimmer. Da waren sie, unsere vier Schweizer Mitbewohner.

Am ersten Tag unserer „Orientation Days“ machten wir uns auf den Weg zum Sydney Opera House und zur Harbour Bridge – mit Karte versteht sich, denn niemand hatte Mobile Daten zu dem Zeitpunkt. Nach einem fünf Kilometer Lauf durch die wundervolle Down Town von Sydney erreichten wir dann endlich das Sydney Opera House. Wir waren alle so überwältigt von diesem Anblick. Wir alle kannten es nur aus Filmen und Serien unser Kindheit und konnten nicht begreifen, dass wir nun selber dort standen. Nachdem wir die gesamte Kulisse auf uns haben wirken lassen und erste Postkarten gekauft haben, machten wir uns sehr hungrig auf den Rückweg und besonders ich hoffte, auf eine ruhige Nacht mit viel Schlaf.

An Tag 2 stand Bondi Beach auf dem Plan. Nach langem Herumfragen hatten wir herausgefunden, wie wir dort hinkommen und los ging unsere Reise. In Australien werden die Haltestellen nicht angesagt und so blieb uns nur die Möglichkeit immer schön aus dem Fenster zu schauen und zu erraten wo der Strand sein könnte. Angekommen am Bondi Beach war es einfach nur schön. Es war das komplette Gegenteil zur riesigen Skyline am Tag zuvor. Besonders das berühmte Schwimmbecken mit den Bondi Icebergs ist schon besonders anzusehen. Nach etlichen Fotos und nassen Schuhen waren wir nun erneuert auf der Suche nach etwas Essbarem, da das Sushi vom Mittag uns leider nicht den ganzen Tag satt hielt. Zum Abendbrot gab es noch einen Frozen Yoghurt und dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hostel, denn packen stand auf dem Plan, da am nächsten Morgen die Flieger zu unseren Hostfamilien gingen.

Dies waren nun die ersten Tage in Australien für mich. Wir haben in dieser durchaus kurzen, jedoch intensiven Zeit sehr viel erlebt, neue Plätze erkundet und Freundschaften für Leben geschlossen.

Bis bald und bleibt immer schön gespannt.

Eure Lizzie

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