Wo ein Wille, da eine Welle – Meine schönsten Surfmomente

Etwas, was mich in diesem Jahr sehr bereichert hat, war, dass ich Surfen gelernt habe. Es ist nicht nur ein sehr großer Wunsch von mir in Erfüllung gegangen, sondern ich habe dadurch gelernt, viele Dinge in meinem Leben aus einer anderen Perspektive  zu sehen. Ich habe die Natur besser verstehen gelernt , vorallem die „Magie“ des Wassers. Jede Surfstunde hat mich auf die eine oder andere Art und Weise verändert.

Über meine erste Surfstunde hatte ich ja schon in einem früheren Blogpost berichtet. In dieser habe ich mich so gefreut, dass ich es geschafft hatte, dass erste Mal aufzustehen. In den nächsten Wochen habe ich allerdings gelernt, dass es ist nicht darauf ankommt aufzustehen und die Wellen zu surfen, es kommt viel mehr darauf an, dass man den richtigen Zeitpunkt spürt. Ob man dann die Wellen im Stehen  oder im Liegen surft ist vollkommen egal. Egal wie, man hat dazu gelernt. Und dies trifft auf so viele Dinge im Leben zu. Man muss nicht immer alles perfekt hinkriegen. Wichtig ist, dass Gute in dem zu sehen, was man getan hat. 

Des Weiteren hat mir das Surfen gezeigt das es sehr wichtig ist, sich den eigenen Ängsten zu stellen. Und was dann hilft ist, einfach Stolz auf sich selber zu sein. Dies ist mehr wert als alles andere. Meine Angst war immer, ob ich überhaupt eine gute Welle erwische  und ne gehörige Portion Respekt vor den Großen hatte ich ohnehin. Manchmal war es für mich auch ein harter Kampf hinaus zu paddeln und die Wellen zu erwischen. Aber wenn man dann eine erwischt hat war die Freude umso größer. Irgendwann meinte meine Surflehrerin auch zu mir: „Nimm nicht irgendeine Welle – Warte für DEINE Welle“. Und sie hatte so recht. Es kommt nicht darauf an, die erst beste Welle zu nehmen, es kommt darauf an, die Welle zu nehmen, die am besten für dich ist.   

Ein anderes Mal sagte sie zu mir: „Auch wenn die großen Wellen dir Angst machen, warte auf sie. Diese werden dir mehr Power geben“! Jedoch hatte ich extreme Angst davor, dass diese mich umhauen werden. Aber was soll`s? Dann bin ich wieder aufgetaucht und hab es noch einmal probiert. Wenn etwas nicht gleich klappt, dann ist es nicht so schlimm, probiere es weiter und du wirst deinZiel erreichen. 

Meine Surflehrerinnen waren die motivierensten Personen, die ich je in meinem Leben erlebt habe. Sie haben mir so geholfen selber auf mich stolz zu sein und mir gezeigt, dass das, was ich dort gerade im Wasser tu, gut ist. Es zeigt einem, dass es in die richtige Richtung geht. Jedes Mal wenn man eine Welle gesurft hat sind sie zu einem gekommen und haben  Tipps und Tricks gegeben, was wir das nächste Mal besser machen können. „You did a good job“, „The last one was really good! Awesome“ oder „ Go on girls – keep progressing“ – haben einen motiviert wieder hinaus zu paddeln, es auf ein Neues zu probieren und erneut sein Bestes zu geben.  

Right now you’re not thinking about what you can do, you’re just thinking about what the wave isn’t doing for you. The conditions might not always be the best but can still do the best you can. Have faith in yourself. 

In allen Surfstunden waren die Bedingungen komplett verschieden. Jede Stunde wurde man vor neue Herausforderungen gestellt. Und es war das Beste! Ich komme jetzt mit allen Bedingungen klar. Ob große oder kleine Wellen, ob „Low Tide“ oder „High Tide“. Auch wenn ich in den Momenten, in denen ich einfach mit dem Brett auf dem Wasser saß ein bisschen verängstigt war, dass gleich ein Hai auftauchen könnte, haben diese wenigen Minuten mir so viel gebracht. Ich saß auf meinem Brett im Wasser, ich habe den Kontakt mit dem Wasser gespürt und habe gemerkt, wie ich eins mit dem Wasser bin. Wenn man dann seine Hand aufs Wasser legt, bekommt man auch nur jede kleine Bewegung des Wassers und somit jede Welle zu spüren. 

Es waren die zahlreichen kleinen Momente, die jede meiner Surfstunden so besonders gemacht haben. Ob es der Moment war, wo ich auf meinem Brett gestanden habe, mich wieder eine Welle komplett umgehauen hat oder meine Surflehrerin und ich plötzlich eine Schildkröte im Wasser unter uns gesehen haben. Diese kleinen Momente haben mir gezeigt, dass das Leben so ist, wie es ist. 

Beim Surfen gibt es kein Buch wo drin steht, wie es funktioniert. Es ist erlaubt zu schauen was andere machen und es wird einen weiterbringen. Ich bin so dankbar darüber, dass ich diesen Surfkurs gemacht habe.  Er hat mir so vieles im Leben näher gebracht, was oft in Vergessenheit gerät. Entscheidend im Leben ist, was gut für dich ist und nicht für andere. Jede Situation ist eine andere, jeder Tag ein neuer und doch kann man immer das Beste draus machen. 

“Surfing is such an amazing concept. You’re taking on Nature with a little stick and saying, “I’m gonna ride you!“ And a lot of times Nature says, “ No you’re not!“and crashes you to the bottom“. – Jolene Blalock 

Eure Lizzie 

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